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Logopädie

Logopädie unterstützt Kinder und Jugendliche mit Störungen oder Auffälligkeiten in der gesprochenen und / oder der geschriebenen Sprache und im Sprechen. Eine Spracherwerbsstörung kann zu Schwierigkeiten im Lern-, Leistungs- und Sozialbereich führen. Davon betroffen sind diejenigen schulischen Bereiche, bei denen Sprache und Sprachverstehen von Bedeutung sind.

Damit die Logopädie die optimale Wirkung erzielen kann, ist es wichtig, dass alle Beteiligten gemeinsame Ziele definieren und verfolgen. Damit die vereinbarten Förderziele erreicht werden können, müssen sie durch die Logopädinnen und Logopäden im Spezialunterricht, durch die Regellehrpersonen im ordentlichen Unterricht und durch die Eltern im praktischen Alltag unterstützt werden.

Externe Schullogopädie als Übergangslösung möglich

Die Umstellung bezüglich Anstellungsverhältnissen von Logopädinnen und Logopäden im Rahmen von REVOS und der Fachkräftemangel in der Schullogopädie führten teilweise zu einem Unterangebot an Logopädie-Unterricht. Die Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) hat daher entschieden, während einer Übergangsphase von mindestens einem Jahr externe Logopädie zu bewilligen, sofern die Schulleitung bestätigt, dass die schulischen Logopädie-Ressourcen ausgeschöpft sind. Eine Übergangslösung ist notwendig, damit Kinder mit Bedarf unterstützt werden können. Darauf legt die BKD grossen Wert und sie hat die Verpflichtung, dass alle Kinder und Jugendlichen im Kanton Bern, die logopädische Unterstützung benötigen, diese auch erhalten.

Betroffen von der Übergangsregelung sind Schülerinnen und –schüler im Regelschulangebot . Bei der logopädischen Unterstützung muss es sich somit um eine «einfache sonderpädagogische Massnahme» handeln. Die Eltern der betroffenen Kinder können der BKD ein Gesuch einreichen. Auf dem entsprechenden Formular muss die Schulleitung vorgängig bestätigen, dass das Kind logopädische Unterstützung benötigt und die schulischen Logopädie-Ressourcen ausgeschöpft sind. Im Anschluss wird die BKD eine Kostengutsprache für die extern erbrachte Logopädie ausstellen. Die freischaffende Logopädin / der freischaffende Logopäde kann in der Folge die effektiv erbrachten Lektionen über die BKD abrechnen.

Die BKD hält mittelfristig am Systemwechsel fest, sodass den Logopädinnen und Logopäden Zeit bleibt sich für ihre Tätigkeiten für die Schülerinnen und Schüler an den Schulen anstellen zu lassen. Der Kanton wird dabei Lösungen unterstützen, welche die Anstellungen der Logopädinnen und Logopäden an den Regelschulen erleichtern.

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